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Man müßte ein Buch schreiben, 14.4.2008



Ich weiß, Bücher über Rapid gibt`s wie Sand am Meer – die Chronik von Roland Holzinger, diverse fast schon oder tatsächlich historische Werke oder die eher neuen Exemplare – etwa Funki Feurers „Rapid-Wuchteln“ oder Steffen Hoffmanns Biographie. Aber trotzdem: Wenn man davon ausgeht, dass ein Buch einen Anlass braucht, dann ist er spätestens jetzt gegeben.

Nein, die „Mission 32“, wie der hoffentlich bald fixierte 32te Meistertitel gern genannt wird, ist damit nicht gemeint. Zumindest nicht direkt. Gemeint ist die Stimmung, das feeling. Jenes Gefühl, das alle von uns kennen aber nur schwer in Worte fassen können. Jenes Gefühl, das in mir aufkam, als wir gegen Kärnten nach nur drei Minuten in Rückstand kamen. Wobei: Das Gefühl war natürlich nicht durch das Tor bedingt – ganz im Gegenteil. Bedingt war es durch die Reaktion darauf. Die Nicht-Reaktion, um genauer zu sein. St. Hanappi hat gesungen. Und St. Hanappi sang weiter. Einfach so. Rapid bekommt ein Tor und die Fans ignorieren das. Weil sie feiern. Weil sie dastehen und überzeugt sind, dass ihre Jungs das Ganze zu einem guten Ende bringen werden. Weil sie immer da sind. Ob`s regnet oder schneit, ob wir vorne dabei sind oder Prügel einstecken müssen. Wir sind da. Das wäre Stoff genug für ein Buch – ein Buch über die, die immer da sind. Egal, ob die „Mission 32“ gelingt oder nicht.

Prinz Poidl/Hermes/Pauli

vom April 2008, nach dem Kärntenspiel


Der Meisterzug rollt….

Noch waren es vereinzelte Sprechchöre auf der Nord, die West hielt sich – allerdings nur in dieser Sache – noch zurück. „Wir werden Meister“ klang`s von der „gelben Tribüne“ vereinzelt in den lauschigen Hütteldorfer Frühlingsabend.

Noch vereinzelt. Aber selbst die Zweckpessimisten unter uns müssen mittlerweile eingestehen, dass die Misson 32 zum Greifen nahe ist. Ein Spiel wie jenes gegen die Tiroler beweist letztlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Denn solche vermeintlichen Pflichtsiege sind halt nur allzu oft jene, wo die für die Meisterschaft wichtigen Punkte verloren gehen.

Aber unsere Burschen haben keine Sekunde daran zweifeln lassen, dass es ihnen ernst ist. Allen voran der Hüne Maierhofer, der sich immer mehr zum Schlüsselspieler entwickelt.

Und gefeiert wurde am Samstag schon richtig meisterlich. Erinnerungen an große Sternstunden wurden wach und dafür muss man auch und vor allem den Ultras danken, die die Stimmung regelmäßig zum Kochen bringen.

Abgesehen davon registrieren auch die Medien einmal mehr die Einzigartigkeit der Hütteldorfer. Wo sonst in Österreich ist Woche für Woche die Hütte gerammelt voll????

Prinz Poidl

Wiederholungsspiel gegen Altach

Rapid-Altach wird wiederholt!

Ein überraschendes Urteil, ein großer, vielleicht auch der entscheidende Schritt in Richtung Meisterteller. Das Spiel Rapid-Altach wird wiederholt, wie der Strafsenat 1 der Bundesliga entschieden hat.

Die Entscheidung ist – so viel kann man sagen – korrekt. Denn unser Goalie war zum Zeitpunkt der Freigabe des Elfmeters, der uns letztlich die wichtigen drei Punkte im Titelkampf gekostet hat, nicht bereit. „(…) darf das Signal zur Ausführung des Strafstoßes erst geben, wenn alle Spieler ihre Position in Übereinstimmung mit der Regel eingenommen haben“ heißt es in den Fifa-Regeln. Zu deutsch: Helge Payer war noch nicht auf der Linie, also nicht bereit und folglich hätte der Elfer eigentlich wiederholt werden müssen.
Ob die Entscheidung gut ist, steht auf einem anderen Blatt. Denn gerade angesichts der Häufung an Schiedsrichter-Fehlentscheidungen in den letzten Runden ist eine „Klageflut“ aufgrund des nunmehr geschaffenen Präzedenzfalles nicht ausgeschlossen…..

Pauli/Hermes/Prinz Poidl